Seit der Antike haben viele Wissenschaftler über den Sinn des Kinderspiels nachgedacht und ihm unterschiedliche Bedeutung zugemessen. Auch heute noch werden viele dieser Sinngebungen diskutiert. Im Rollenspiel zum Beispiel, lernen Kinder sich auf ganz normale Situationen des alltäglichen Lebens Vorzubereiten. Spielen ist für die Entwicklung unserer Kinder notwendig. Das Spiel stellt keine Abfuhr überschüssiger Energie dar sondern Kinder lernen und entspannen im Spiel. Sie können sich selbst erproben, kreativ sein und den gesellschaftlichen Umgang mit gleichgesinnten lernen. In unserer heutigen auf Effektivität zielenden Zeit fragen wir uns, in welchem Maße das Spielen zum Üben geistiger, körperlicher und emotionaler Fähigkeiten wichtig ist. Das Spielen ist ein universelles Phänomen, das in der Entwicklung aller höheren Säugetiere vorkommt, denn auch Tierkinder spielen miteinander. Es hat einen festen Platz in der Entwicklung aller Individuen. Auch bei Erwachsenen erfreut sich das gemeinschaftliche Spielen immer größerer Beliebtheit. Auch wenn wir das Spiel nicht ganz in seiner Bedeutung erfassen können, so gibt es doch keinen Zweifel daran das es für die Entwicklung unserer Kinder höchst Bedeutsam ist.
Um den ersten Geburtstag herum beginnen Kinder zu laufen. Vorher haben sie bereits das Drehen, Sitzen, Krabbeln, Hochziehen und das freie Stehen gelernt. Der Zeitpunkt, wann welches Kind was kann, ist sehr unterschiedlich, da die grobmotorische Entwicklung bis zum zweiten Lebensjahr im wesentlichen ein biologischer Reifungsprozess ist. Im weiteren Entwicklungsverlauf verfeinert das Kind sein gesamtes motorisches Repertoire. Es lernt Treppensteigen, Balancieren, Hüpfen, Springen und Dreiradfahren. Einen Ball zu werfen gelingt Kindern meist im Laufe des zweiten Lebensjahres. Im Laufe des Dritten Lebensjahres lernen Kinder dann meist Das Fangen und mit dem Fuß zu Kicken. Kinder sollten immer genügend Möglichkeiten haben um ihren Bewegungsdrang auszuleben, sie möchten Hüpfen, Klettern, Laufen und Balancieren. Die besten Möglichkeiten dafür finden sie auf Abenteuerspielplätzen. Aber auch im ganz alltäglichen Leben ergeben sich viele Möglichkeiten. Sei es an der untersten Treppenstufe, der Bordsteinkante oder der kleinen Trittleiter, die sich sicher aufgestellt und unter Aufsicht gut für erste Kletterversuche eignet. Empfehlenswertes Spielzeug von Anfang an sind auch Bälle aller Art. Eine andere Variante, die vor allem im Krabbelalter viel Spaß bereitet sind Bälle und Krabbelrollen aus dem Bereich des elektronischen Lernspielzeugs. Sie animieren neben der Grobmotorik die Feinmotorik und sprechen zusätzliche Sinne des Kindes durch Geräusche, visuelle Impulse und Lieder an. Mit Beginn des Laufen Lernens ist auch Spielzeug zum Ziehen und Schieben bei den Kleinen sehr attraktiv. Weiterhin natürlich auch Fahrzeuge in allen Varianten, wie Rutscher, Bobbycar, Dreirad oder ein Kipper. Ab dem dritten Lebensjahr lässt sich mit dem Roller oder einem Laufrad der Gleichgewichtssinn gut trainieren.